Urlaubstage: Krass, wie viel Urlaub mein Nachbar hat! | Geld

Millionen Arbeiter bejubeln diesen Hammersatz: Urlaubstage laufen möglicherweise nicht automatisch bald ab, sondern können sich über die Jahre ansammeln.

Inwieweit Sie davon profitieren, hängt von der Branche ab, in der Sie tätig sind. Je nach Branche variiert die Anzahl der Jahresurlaubstage um bis zu viereinhalb Tage.

Wer in der Investitionsgüterindustrie arbeitet, kann mit 30,7 Urlaubstagen rechnen. Beschäftigte in der Gastronomie und Hotellerie haben dagegen im Schnitt nur 26,2 Tage pro Jahr frei.

Auch zwischen den Bundesländern gibt es große Unterschiede. Oben: Bayer. Sie haben im Durchschnitt nach Baden-Württemberg (28,3) die zweitmeisten freien Tage, genießen aber die meisten Feiertage aller Länder (13) und haben damit insgesamt die meisten freien Tage (41,3).

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Die wenigsten freien Tage (Feiertage plus Feiertage) haben die Beschäftigten in Mecklenburg-Vorpommern (37,5) und Schleswig-Holstein (37,8).

► Feiertagsunterschiede auf einen Blick.

Unterschiede je nach Branche

Industrie Urlaub
Investitionsgüter 30.7
Bankwesen 29.5
Chemie und Verfahrenstechnik 29.5
Apotheke 29.3
Flugzeug 29.1
Handwerk 27.8
Sozialeinrichtungen 27.8
Einzelhandel, Bekleidung, Textilien 27.8
Call Center 26.3
Hotels und Gaststätten 26.2

Unterschiede nach Bundesland

Bundesstaat Urlaub Gesetzliche Feiertage Eigentlich
Bayern 28.3 13 41.3
Badenwürttemberg 28.8 12 40.8
Saarland 28.2 12 40.2
Brandenburg 27.6 12 39.6
Nordrhein-Westfalen 28.5 11 39.5
Rheinland-Pfalz 28.1 11 39.1
Thüringen 28 11 39
Sachsen-Anhalt 27.7 11 38.7
Berlin 27.5 11 38.5
Hessen 28.5 10 38.4
Sachsen 27.4 11 38.4
Hamburg 28.4 10 38.4
Bremen 28.4 10 38.4
Niedersachsen 28.1 10 38.1
Schleswig-Holstein 27.8 10 37.8
Mecklenburg-Vorpommern 27.5 10 37.5
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In einem historischen Urteil hat das Bundesarbeitsgericht (BAG) am Montag entschieden: Urlaubsansprüche können nicht automatisch nach drei Jahren verfallen. Der Gerichtshof folgt damit der Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs (EuGH).

Bemerkenswert: Laut Arbeitsrechtsexperte Prof. Michael Fuhlrott gilt diese Regel sogar rückwirkend. „Dadurch können Arbeitnehmer Urlaubsansprüche aus den letzten Jahrzehnten geltend machen – auch gegenüber ihrem ehemaligen Arbeitgeber.“

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Ausnahme: Der Chef kann nachweisen, dass er seine Mitarbeiter über die anstehenden Urlaubstage informiert und sie gebeten hat, den Urlaub zu nehmen.

Wenn er beim Nichtstun zuschaut, können Mitarbeiter noch Jahre später Urlaub oder Resturlaub beanspruchen. Die dreijährige Verjährungsfrist beginnt „erst mit Ablauf des Kalenderjahres, in dem der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer seinen Sonderurlaubsanspruch und die Ablaufdaten mitteilt und der Arbeitnehmer den Urlaub noch nicht freiwillig genommen hat“, erklärte er. TASCHE.

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