Red-Bull-Juniorteam: Suche nach Vettel 2.0

Mit Sebastian Vettel und Max Verstappen brachte die Jugendmannschaft von Red Bull zwei Weltmeister hervor. Talentsucher Helmut Marko erklärt, wie das Programm funktioniert und nach welchen Auswahlkriterien Nachwuchspiloten gefördert werden.

Der Aufstieg in die Formel 1 ist schwierig und teuer. So war es auch zu Beginn dieses Jahrtausends, als Red Bull sein Untergebenen-Team aufstellte. Der Energy-Drink-Hersteller hat bereits damit begonnen, einzelne Piloten zu unterstützen. Der Ende Oktober verstorbene Firmenchef Dietrich Mateschitz und seine thailändischen Mitinhaber fungieren als Förderer ausgewählter Talente.


Damals wurden Nachwuchsfahrer aus aller Welt nach dem Gießkannenprinzip gefördert. Wenn es um Auswahlkriterien geht, haben Vermarktungsmöglichkeiten oft Vorrang vor Talent und Potenzial. Nur mit der offiziellen Gründung der Jugendmannschaft kann die fragmentierte Jugendhilfe zentralisiert und professionalisiert werden.


Mit der Entwicklung der Formel-1-Teams Red Bull Racing (2005) und Toro Rosso (2006) hat das Talentstudio eine neue Richtung eingeschlagen. Helmut Marko, der im Red-Bull-Imperium für die Nachwuchsauswahl zuständig ist, erklärt: „Der Zweck unseres Programms hat sich geändert. Wir nehmen nur noch diejenigen, die das Potenzial haben, den Grand Prix zu gewinnen.“


Junge Spieler treten an für den Le-Mans-Sieger von 1971. Doch nicht jeder bekommt die gewünschte Förderung. Das wichtigste Kriterium ist laut Marko die Geschwindigkeit. „Und es kommt auch auf die Einstellung an. Manchmal ist die Frage, ob der Vater ehrgeiziger ist als der Sohn. Ich habe gesehen, dass man dem Sohn eine Frage stellt und die Eltern antworten. Sofort. Schon als Kind muss man sich trauen.“ und eine gewisse Schonungslosigkeit. Das Gesamtpaket muss stimmen. Und wie überall: kein Aufwand, keine Kosten. Das wird noch wichtiger. wichtiger als die heutige Datenflut.”

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Red Bull Jugendmannschaft 2002 - Helmut Marko & Sebastian Vettel

Bilder von Sportwagen

2002 bestand Helmut Marko in seiner Jugendmannschaft hauptsächlich aus Österreichern – und einem Heppenheimer namens Sebastian Vettel (unten rechts). Damals hatte Red Bull noch keine F1-Teams.

Weltmeister und Grand-Prix-Sieger

Die Talentsuche beginnt im Kartrennbereich. Bei Red Bull wollen die Verantwortlichen aber oft noch etwas warten, bis ein vielversprechendes Talent an Bord geholt wird: „Im Kart-Bereich machen wir nicht viel oder nur sehr selten mit“, verriet Marko. „Früher war es sehr abhängig von den verwendeten Materialien. Aber das ist jetzt professioneller und besser vergleichbar.“


Auch die Jugend sei ein Thema, erklärt der Steirer: „Jungs sind im Kartsport noch zu jung. Dann taucht die erste Freundin auf und man weiß vorher nie, ob man Karriere machen will oder nicht Aufstieg nur im Einsitzer-Rennen.”

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Die Bilanz spricht eine deutliche Sprache. 2010 war Sebastian Vettel das erste F1-Jugendprogramm, das einen Weltmeister hervorbrachte. Mit Max Verstappen stand ein zweiter Champion im Käfig. Auch die Grand-Prix-Sieger Daniel Ricciardo, Carlos Sainz und Pierre Gasly fanden dank der Unterstützung von Red Bull den Weg in die Königsklasse.


Die wiederholte Kritik, dass sich die Fahrer bei einem Ausfall schnell trennen würden, wollte Marko nicht hinnehmen: „Fast alle Fahrer bleiben nach ihrer Zeit im Rennen bei uns und verdienen mehr Geld als der durchschnittliche Job. Sie.“ können von dort aus den Sport leben, den sie lieben. Und wir werden gescholten, weil nicht jeder in der Formel 1 fährt.“


Enzo Tarnvanichkul & Helmut Marko - 2022

Red Bull

Enzo Tarnvanichkul ist das jüngste Mitglied des aktuellen Red Bull-Teams. Thai ist erst 13 Jahre alt.

Von Vettel bis Tarnwanitschkul

Wie erwähnt, ist Sebastian Vettel der erste Fahrer, der die Investition mit dem Titel zurückgibt. Der Mann aus Heppenheim ist Marko schon früh aufgefallen: „2004 feierte er 18 Siege in 20 Rennen in der Formel BMW. Aber dann war er nicht zufrieden, weil er die restlichen zwei Rennen gewinnen wollte.“ Sein Vater arbeitete hart im Hintergrund daran Karriere machen. Er hat alles unterschrieben, was ein bisschen Geld einbrachte.“

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Also beschloss Red Bull, dem ambitionierten Teenager zu helfen. „Er hat schon in jungen Jahren mit unglaublicher Akribie gearbeitet. Ich kann mich erinnern, dass er zum Reden nach Graz gefahren ist und zwei Blumensträuße in seinem Auto hatte. Er wollte immer noch seinen BMW fahren und der befreundeten Sekretärin Blumen bringen. Sebastian liebt es.“ Liebe zum Detail. Während seiner gesamten Karriere wusste er immer, wer eine Rolle im Spiel spielen könnte.”


Inzwischen haben alle großen Formel-1-Teams professionelle Patenschaften für Kinder nach dem Vorbild von Red Bull etabliert. Die Konkurrenz machte Markos Job nicht unbedingt einfacher. Seit Max Verstappen sind Trefferquoten wünschenswert. Wer den nächsten Weltmeister finden will, muss mehr riskieren und früher angreifen.


Das hat man auch bei Red Bull erkannt. Mit 13 Jahren ist Nong Enzo Tarnvanichkul das jüngste Mitglied der Jugendmannschaft. In diesem Fall konnte Marko nicht lange zögern. Auch der frisch gekürte FIA ​​OC Weltmeister Junior Kart steht sicherlich auf der Liste der Anwärter. Als gebürtiger Thailänder kann der junge Mann nun auf die volle Unterstützung der Red Bull-Besitzer seiner Heimatstadt zählen. Sogar Premierminister Prayut Chan o-cha gratulierte dem Jungen zu seiner Beförderung.


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