RBI machte im Vorjahr deutlich mehr Gewinn

Die börsennotierte Raiffeisen Bank International (RBI) hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2022 durch Russlandgewinne und das Wachstum der Geschäftserträge deutlich mehr Gewinn erwirtschaftet. Insgesamt erwirtschaftete die Bank einen Konzerngewinn von 3,6 Milliarden Euro nach rund 1,4 Milliarden Euro im Vorjahr. Ohne die Erträge aus dem Verkauf des Geschäfts in Russland, Weißrussland und Bulgarien betrug das Konzernergebnis 982 Millionen Euro.

Im Vergleich zum Vorjahr entspreche dies einer deutlichen Steigerung um 35 Prozent, teilte die Bank am Dienstagabend mit. „Dieses Ergebnis zeigt, dass die RBI konzernweit weiterhin hohe Gewinne erwirtschaftet. Die Profitabilität des Geschäfts in Österreich und den zentral- und südosteuropäischen Regionen ist weiterhin stark“, sagte Vorstandsvorsitzender Johann Strobl laut Programm.

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Operativ erzielte die Bank sowohl mit als auch ohne Geschäftsbetrieb in Russland deutliche Gewinne. Zusammen mit Russland und Weißrussland stiegen der Zinsüberschuss von 3,3 Mrd. Euro auf 5,1 Mrd. Euro und der Provisionsüberschuss von knapp 2 Mrd. Euro auf 3,9 Mrd. Euro. Ohne die beiden Länder betrug der Zinsüberschuss dank höherer Zinsen und Volumina 3,4 Mrd. Euro (plus 37 Prozent gegenüber dem Vorjahr) und der Provisionsüberschuss stieg auf 1,7 Mrd. Euro (plus 16 Prozent).

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Kundenkredite wuchsen um 6 Prozent, ohne Russland und Weißrussland. Insgesamt wurden Risikokosten in Höhe von 949 Millionen Euro gedeckt, davon 490 Millionen Euro in Russland und Weißrussland.

Von den starken Zahlen dürften auch die Aktionäre profitieren. Das Management der RBI schlägt eine Ausschüttung von 0,80 Euro je Aktie vor. Wann die Dividende beschlossen wird, ist noch offen. Auf der anstehenden ordentlichen Hauptversammlung am 30. März 2023 ist mit einer Entscheidung nicht zu rechnen, der Zeitpunkt der Beschlussfassung hängt von „Kapitalverhältnissen und laufenden strategischen Überlegungen“ ab.

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Auch die Entscheidung der RBI über ihre Geschäftstätigkeit in Russland steht noch aus. „In den vergangenen 11 Monaten hat der RBI-Konzern die Evaluierung aller strategischen Optionen für die Zukunft der Raiffeisenbank of Russia vorangetrieben, einschließlich eines sorgfältig durchgeführten Exits“, sagte der Bankchef. „Als wir diese Bewertung ankündigten, rechneten wir damit, dass dieser Prozess einige Zeit in Anspruch nehmen würde“, hieß es. Sollte das Russlandgeschäft komplett abgeschrieben werden, läge die Eigenkapitalquote nach Angaben der Bank mit 14 Prozent immer noch deutlich über den regulatorischen Mindestanforderungen.

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