Kritik zum Film heute bei ARTE

Weil sie mit einer seltenen genetischen Störung geboren wurde, hat Eva dichtes blondes Haar am ganzen Körper. Die Adaption des Bestseller-Films „Das Löwenmädchen“ erzählt die Geschichte eines klassischen Exterieurs.

ARTE

Löwenmädchen

Geschichte • 16.12.2022• 20:15 Uhr

In der fiktiven Biographie „Das Löwenmädchen“ erzählt der norwegische Schriftsteller Erik Fosnes Hansen („Choral at the End of the Journey“), wie 1912 in der skandinavischen Provinz ein Kind mit dichtem, goldenem Körper geboren wurde. Die Mutter starb während der Geburt. Der Vater, gespielt vom schwedischen Protagonisten Rolf Lassgård, versteckte das Mädchen zunächst. Er vermeidet den direkten Kontakt zu seiner Tochter und überträgt die Verantwortung auf die Krankenschwester. Doch der selbstbewusste „Fremde“ wächst heran und versucht, seinen Weg in die Mitte des Lebens zu finden. Kann das gut funktionieren? ARTE wiederholt zunächst eine überraschende Fortsetzung.

Obwohl die Geschichte des hochbegabten Löwenmädchens erfunden ist, existieren die beschriebenen Gendefekte. Viele Fälle sind seit dem Mittelalter dokumentiert. In dem 2006 erschienenen Roman des Norwegers Hansen, der weitgehend ausführlich besprochen wird, geht es nicht nur um die tragischen Auswirkungen eines Mädchens mit Haaren im Gesicht. Es sollte kein Zufall sein, dass der Autor seine Geschichte darauf anlegt, wo man einem Fremden begegnet und anders ist als heute und Menschen Geld ausgeben, um auf der Ausstellung nach seltsamen Wucherungen am Körper zu suchen.

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Mitten im Film (2017) erzählt auch das Leben in einer skurrilen Show, als sich die Hauptfigur Eva der Bastlergesellschaft von Johannes Joachims (Burghart Klaußner) anschließt, der neben anderen Fremden auch ein Wolfsmensch ist. (Ken Duken) Im Angebot. Doch Evas Wut hielt nicht lange an. Früher galt sie als selbstbewusste Siebenjährige (Aurora Lindseth Løkka), die nicht mehr in einer dunklen Hütte eingesperrt sein wollte, wenn sie sich mit ihrem Vater stritt. Die immer wieder die Markierungslinie überquerten, wo der Hersteller und der strenge Bahnhofsvorsteher einen Schritt aus dem Fenster zogen. Eva will sehen. Sie will zur Schule gehen und mit anderen Kindern spielen.

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Außenstehenden geht es gut

Der erste öffentliche Auftritt hat sehr gut funktioniert. Man könnte meinen, dass die norwegische Landgesellschaft um 1920 genauso tolerant war wie die Heist-Gemeinde in Deutschland. Allerdings muss auch die Kehrseite angesprochen werden, denn Eva ist zweifelsohne eine Außenseiterin. Ein kurzer Blick in den Spiegel oder einen klaren norwegischen See genügt. Die enttäuschende Liebe eines Löwenmädchens, Mathilde Thomine Storm, spielt die 14-jährige Ida Ursin-Holm als Erwachsene, ist unvermeidlich. Der Film von Vibeke Idsøe (“Karlsson von Dach”, 2002) wird jedoch fast immer als positiv beschrieben. Selbstbewusste Löwen kommen auch abseits der gefürchteten periodischen Krisen gut durchs Leben. Wohin es führt, wird nicht verraten.

“Als Sie jung waren, dachten Sie, Schönheit sei das Leben, aber was ist Schönheit?” In der Mitte des Films sagt eine Frau (Connie Nielsen), die im Allgemeinen perfekt aussieht, aber noch nicht jung ist, diesen Satz zu einem Löwenmädchen, das fast erwachsen ist. Es war eine dieser launischen Zeiten, in denen er in endlose Selbstgespräche mit sich selbst ausbrach.Erzählt aus der Antike. Der Film schafft es sowohl zu unterhalten als auch zu informieren, aber der Film schafft es auch zu unterhalten und zu informieren.

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Mit Conor O’Sullivan (“The Hours”, “The Dark Knight”, “X-Men”, “Game of Thrones”) kann einer von Hollywoods Top-Maskenbildnern sogar fast ohne Spezialeffekte gewinnen. . In diesem klassischen Drama spielt eine sehr wichtige Rolle. Die Tatsache, dass Evas Leben als Chance und nicht nur als schwere Last gesehen werden kann, fügt einem bereits beliebten Film neue Ideen hinzu. „The Lion Girl“ ist also ein toller Anlass, um nochmal über Ausgrenzung und Entfremdung im eigenen Umfeld nachzudenken. Auch darüber, wie du dich fühlst – mit den Haaren im Gesicht.

Löwen – Freitag 16.12. – ARTE: 8.15 Nächte



Quelle: Teleschau – die mittlere Gesellschaft GmbH

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