Emeritierter Papst Benedikt – keine Krankenhauseinweisung geplant – Politik

Status des emeritierten Papstes Benedikt XVI. hat sich laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Ansa nicht über Nacht geändert. Der Gesundheitszustand des 95-Jährigen ist schlecht, die Lage aber stabil. Das berichtete die Agentur unter Berufung auf anonyme Personen, die Kontakt zum ehemaligen Kloster Mater Ecclesiae in den Vatikanischen Gärten hatten. Dort lebt Benedikt seit seinem Rücktritt 2013 relativ isoliert.

Ärzte überwachen den pensionierten Papst Benedikt rund um die Uhr. Anscheinend sollte er nicht in die Klinik eingeliefert werden. In vielen Kirchen und Diözesen auf der ganzen Welt beten Menschen für den emeritierten Papst.

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Der amtierende Papst Franziskus fragte die Gläubigen in einer kurzen Ansprache während der Generalaudienz am Mittwoch, weil Benedikt “sehr krank” sei. Dem Aufruf folgten Hohepriester und Pfarreien auf mehreren Kontinenten.

So postete die US-Bischofskonferenz auf Instagram ein Gebet für den 95-jährigen Benedikt; Auch der Präsident der französischen Bischofskonferenz äußerte sich in den sozialen Medien. In Deutschland schlossen sich der Kölner Erzbischof Rainer Maria Woelki – der 2012 von Benedikt XVI. zum Kardinal ernannt wurde – und andere Geistliche dem Gebetsruf an. Unter ihnen waren Georg Bätzing, Präsident der Deutschen Bischofskonferenz und Bischof von Limburg, Erzbischof von München und Kardinal Reinhard Marx sowie Bischof Rudolf Voderholzer von Regensburg.

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In Regensburg lehrte Joseph Ratzinger – wie Benedikt eigentlich hieß – an der Universität; sein Bruder Georg starb dort im Juli 2020. In Marktl am Inn, dem Geburtsort Benedikts in Oberbayern, zündete Franz Haringer, der theologische Leiter von Ratzingers Geburtsort, eine Kerze für den erkrankten Rentner-Papa an. Kurz vor dem Tod seines Bruders war Benedikt der letzte in Deutschland; dann zog er dauerhaft in das Kloster Mater Ecclesiae in den Vatikanischen Gärten.

Emeritierter Papst: 28.12.2022, Italien, Rom: Bericht von Journalisten vor der St.  Peter.  Der emeritierte Papst Benedikt XVI.  ist laut seinem Nachfolger Francis "sehr krank".

28.12.2022, Italien, Rom: Bericht von Journalisten vor der St. Peter. Der emeritierte Papst Benedikt XVI. Nach Angaben seines Nachfolgers Francis ist er „sehr krank“.

(Foto: Alessandra Tarantino/dpa)

Sein Gesundheitszustand hat sich in letzter Zeit verschlechtert

Das Alter machte sich bemerkbar. Benedikt wurde körperlich schwächer und hatte immer mehr Schwierigkeiten, zum Beispiel beim Sprechen. Nach Angaben des Heiligen Stuhls hat sich Benedikts altersbedingter Gesundheitszustand in letzter Zeit verschlechtert; Die Nachrichtenagentur Ansa berichtete, der 95-Jährige habe seit mehreren Tagen Atembeschwerden.

In vielen Teilen der Welt haben Menschen und vor allem geistliche Führer des ehemaligen Papstes gedacht: vom Erzbischof von São Paulo über die Kardinäle von Washington und Boston bis hin zur Erzdiözese Rom, die Benedikt während seiner Zeit als Papst vorstand.

Benedikt war von 2005 bis 2013 Papst, bevor er das päpstliche Amt niederlegte. Zuvor war der als brillanter Theologe bekannte Deutsche über zwei Jahrzehnte Präfekt der Glaubenskongregation und damit oberster Glaubenshüter der Katholiken. Viele Kritiker werfen ihm vor, mit seiner konservativen Haltung die Kirche nicht ausreichend zu öffnen. Zudem überschatten Berichte über Missbrauchsskandale – etwa während seiner Zeit als Erzbischof von München und Freising – sein Leben.

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